Können Cyber-Versicherungen umfassend schützen?

-
14. Mai 2019
-
Antonia Müller, Patrick Hedfeld

Der Begriff Cyberrisiko gewinnt zunehmend an Bedeutung. Doch nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen werden immer öfter Opfer von Cybercrime. Die neuartige Cyber-Versicherung für Privatpersonen soll hierbei Abhilfe schaffen und die Internetnutzer umfassend gegen die Gefahren aus dem Netz absichern.

„Immer mehr Menschen werden zum Opfer von Cybercrime “ [vgl. Basic Thinking 2018], solche und ähnliche Nachrichten haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Der Trend der Digitalisierung ist allgegenwärtig und beeinflusst das tägliche Leben grundlegend. Immer mehr Aktivitäten finden im Internet statt – Freunde treffen, Shoppingtouren, Bankgeschäfte, Wissenserweiterung – all dies ist nicht mehr nur Bestandteil der realen Welt [vgl. Basic Thinking 2018].

Doch das Leben im Internet birgt auch Gefahren. Nahezu täglich wird in den Medien über Hackerangriffe, Viren oder Datendiebstähle berichtet, die teilweise sogar große Unternehmen nachhaltig schädigen können. In diesem Zusammenhang werden häufig Cyber-Versicherungen erwähnt, die Unternehmen und Institutionen im Fall solcher Angriffe absichern sollen [vgl. Versicherungsblog 2016].

Die Bedeutung von Cyberrisiken zeigt sich auch anhand ökonomischer Diskussionen. Ein Beispiel hierfür sind aktuelle Umfrageergebnisse des World Economic Forums. Hiernach stellt das Cyberrisiko das achtgrößte wirtschaftliche und gesellschaftliche Risiko dar [vgl. Zurich Insurance Group 2017].

Die G20 gehen sogar davon aus, dass Cyberattacken die Weltwirtschaft langfristig destabilisieren können [vgl. Capital 2018].

Allerdings macht Cybercrime auch vor Privatpersonen nicht Halt. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass beispielsweise jeder zweite Deutsche bereits Opfer von Cyberkriminellen geworden ist [vgl. Versicherungsblog 2016]. Die Anzahl an Straftaten steigt jährlich an, das Spektrum an Gefahren aus dem Netz wird immer unübersichtlicher [vgl. Simon 2018]. Allein im Jahr 2017 waren es rund 23 Millionen betroffene Deutsche [vgl. eReport 2018].

Die deutschen Versicherer reagieren auf diese Entwicklung und erweitern ihre Produktpalette um Versicherungen, die Privatpersonen vor den Gefahren aus dem Netz schützen sollen [vgl. Simon 2018].

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff Cyberrisiko, der in den letzten Jahren durch den Trend der Digitalisierung so präsent geworden ist?

(...)

[Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Fachzeitschrift RISIKO MANAGER 04/2019. Die Ausgabe ist seit dem 30. April 2019 lieferbar und kann auch einzeln bezogen werden.]

Autoren:
Antonia Müller
, Referentin für Risiko­management und Solvency II, INTER Ver­sicherungsgruppe.
Dr. Patrick Hedfeld
, Senior Projektleiter, Deutsche Leasing AG sowie Dozent an der FOM Hochschule.

Bildquelle: ©Deagreez | istockphoto.com